Höhlen in Rumänien

Einzigartige Expedition in die Tiefe​

Wieso fährt man zum Höhlenforschen nach Rumänien? Vor allem wenn man bedenkt das weniger als 3% der rumänischen Fläche überhaupt verkarstungsfähig ist, sprich also nur dort Höhlen zu finden sind. Auch ist der Weg dorthin lang, so durchquert man auf den Weg nach Rumänien die Länder Österreich und Ungarn. Es sind gut und gerne 1400 Kilometer welche in 14 Stunden zu schaffen sind. Bei Stau denkt man besser nicht darüber nach!

Dennoch hat Rumänien einiges zu bieten, wenngleich es ein Land voller krasser Gegensätze ist – Arm und Reich, Tradition und Moderne treffen hier aufeinander. Die junge rumänische Bevölkerung kann man auf dem Land nicht mehr wirklich entdecken. Das herkömmliche arme beschwerliche „Landleben“ stirbt langsam aus. Die schönen ursprünglichen Wälder Rumäniens sind noch teilweise vorhanden. Aber wie lange kann das noch gut gehen? Hier und da hört man das der Raubbau des Waldes ein Problem darstellt, dass Holz ist gefragt!

Doch zurück zu den Höhlen. Wie schon erwähnt sind in Rumänien die Karstgebiete in der Minderheit. Meist sind es größere Kalklinsen in denen die Höhlen vorkommen. Bekannte Gebiete sind die Bihor Mountains (Apuseni), Banat und diverse Gebiete in den Karpaten. Die längste Höhle in Rumänien hat immerhin stolze 52km Gesamtlänge und es gibt noch weitere größere Systeme die ähnliche Länge aufweisen. Ein besonders schönes Karstgebiet sind die „Dolinen“ der Mehedinti-Berge. Eine Karsthochfläche welche auf ca. 1200m höhe liegt. Dort schlummert vermutlich noch die eine oder andere Höhle auf Ihre Entdeckung – das Potenzial ist ohne zu übertreiben sehr groß!

Die meisten hier gezeigten Bilder sind von der Pestera Topolnita, Pestera Epuran , Pesterea Cureca und Sura Mare. Die Außenaufnahmen von den Mehedinti-Bergen.